Snowfire Gems Shepherds » Panel Testing

.

.

.

.

.

.

Panel Testing

Geschrieben am 16. November 2019 | Abgelegt unter 4-Paws, SFG A-Wurf / A-litter, SFG B-Wurf / B-litter

Shadow (A-Wurf) und Yukon (B-Wurf) wurden ins Panel Testing Verfahren aufgenommen bei der mit einem Schlag über 160 genetische Erkrankungen ausgewertet werden! Unter diesen 160 Erkrankungen werden zwar nur ca. 10 als für den Weissen Schäferhund relevant beschrieben – und zwar: …

  • Klinisch: MDR 1
  • Neurologisch: Degenerative Myelopathy (SOD1A)
  • Hämatologisch: Hemophilia A (Exon 1)
  • Hämatologisch: Hemophilia A (Exon 11)
  • Hämatologisch: Canine Leukocyte Adhesion Deficiency Type III (LAD 3)(FERMT3)
  • Auge: Achromatopsia (CNGA3 Exon 7)
  • Urogenitaltrakt: Hyperuricosuria and Hyperuricemia or Urolithiasis (SLC2A9)
  • Multisystemisch: X-linked Ectodermal Dysplasia (EDA Intron 8)
  • Multisystemisch: Renal Cystadenocarcinoma and Nodular Dermatofibrosis (RCND)
  • Multisystemisch: Mucopolysaccharidosis Type VII, Sly Syndrome (GUSB Exon3)

… jeden einzelnen in anderen Laboren testen zu lassen ist aber umständlicher als alle 160 in den USA oder Holland auf einmal zu bekommen! Somit sind beide Rüden nun auch offiziell auf DM getestet (nicht nur mehr als über die Eltern frei).

Dieser Panel Test ist aufwändig und teuer und daher werden wir vorläufig auch nur einen Hund aus jeder unserer Linien aufnehmen lassen. Wir haben uns für jene Hunde aus unserer Zucht entschieden von denen wir die meisten Rückschlüsse auf Vorfahren und Nachkommen erzielen können.

Desweiteren wurden auch sporadisch mal in der Rasse auftretende Erkrankungen mit getestet. Mit dieser stichprobenartigen Untersuchung wissen wir jetzt, dass wir in unseren Linien nicht darauf achten müssen.

Zusätzlich bekamen wir noch Eigenschaften zur Fell- und Farbqualität und was für mich neu war, ist das Austesten ob Anlagen für Wolfskrallen (LMBR1) vorhanden sind. Für mich war das eine schöne Kontrolle, weil ich wusste das in meinen Würfen glücklicherweise noch kein einziger dabei war.

<< Hier eine vollständige Auflistung aller Tests >>

**********************

Noch Anmerkungen am Rande:

:: vWF

Ein Faktor, der in den 80ern und 90ern eine Rolle in der Rasse gespielt haben dürfte und heute fast niemanden mehr bewusst ist, ist der „von Willebrand Faktor“! Die Amerikaner haben eine zeitlang sogar eine extra Zeile dafür in den Stammdatenblatt-Büchern reserviert gehabt, wobei für mich heute nicht mehr ganz schlüssig nachvollziehbar ist ob sie damit per se oder generell mit Gerinnungsstörungen zu kämpfen hatten. Meinen Recherchen nach gab es wohl gehäuft um 1970 herum beim Deutschen Schäferhund vonWillebrand Fälle (Johnson G S, Tussentine M A, Kraus K H, 1988 Canine Von Willebrand’s disease. a heterogeneous group of bleeding disorders. Veterinary Clinic of North America: Small
Animal Practice 18: 195–229)

Auch dies wurde nun stichprobenartig viele Generationen später im Zuge dieses Panel Tests überprüft! Wobei so viele Generationen sind es nicht! Die Hunde in unserem Zuchtprogramm stammen teilweise aus sehr alten Linien ab. Ich habe bei Ruby, Saphir und Tessa bereits in der 5., 4., und 6. Generation getestete Hunde von damals gefunden.

Mit welcher Gerinnungsstörung sie es auch immer zu tun hatten, die Amerikaner dürften durch gute Zuchtstrategien (wie zB. durch das WS Gentics Project) das Problem in den Griff bekommen haben. Heute redet kaum noch wer davon und ich kenne auch nur einen Fall aus den letzten Jahren wo die Vermutung nahe lag.

**********************

:: MH

Viele Weisse Schäferhunde Züchter in Europa testen seit Jahren zu unserem Unverständnis auf Maligne Hyperthermie! Auf die Frage warum sie testen, bekomme ich immer zu hören: weil XY es auch tut! Keiner weiss aber mehr wer damit angefangen hat (wäre interessant ob diese Person einen Positiven Fall hatte). Mir persönlich ist allerdings kein einziger Hund dieser Rasse bekannt der dies aufgewiesen hat. Auch wenn man niemals nie sagen soll, ist es für mich unlogisch warum hier Geld zum Fenster rausgeworfen wird. Man sollte sich eher auf sinnvolle zuchthygenische Untersuchungen konzentrieren.

Langer Rede, kurzer Sinn: auch die MH war Bestandteil des Panel Tests und in meine Datenbank kann ich nun wieder 2 Hunde mehr mit MH FREI eintragen, was schön langsam die Frage aufkommen lässt ob ich diese Datensätze aufgrund Platzgründen nicht gänzlich entferne?! Wenn ein positiver MH Hund dabei wäre, müssten er und seine Nachkommen aufgrund des Erbgangs (im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen) sowieso umgehend aus der Zucht ausgeschlossen werden!

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

*
To prove you're a person (not a spam script), type the security word shown in the picture. Click on the picture to hear an audio file of the word.
Anti-spam image

 



  Logo WSÖ  Logo ÖKV